So trackst du Krypto und Aktien an einem Ort
Aktien, ETFs und Krypto als ein Portfolio sehen. Alle Konten erfassen, für jedes den passenden Weg wählen und prüfen, ob Summen und Verlauf stimmen.
Von Sonar team7 Min. Lesezeit
Um Krypto und Aktien an einem Ort zu tracken, listest du jedes Konto auf, in dem eine Anlage liegt, bringst jedes davon in einen Portfolio-Tracker (per Verbindung, CSV-Import oder manueller Eingabe) und bewertest alles in einer Währung. Danach prüfst du, ob die Summe zu deinen Auszügen passt und ob frühere Transaktionen drin sind, damit die Performance deinen ganzen Verlauf abdeckt und nicht erst an dem Tag beginnt, an dem du angefangen hast.
Wer beides besitzt, landet oft bei einer Broker-App fürs Depot, ein oder zwei Kryptobörsen, einer Hardware-Wallet und einer Excel-Tabelle, die nie ganz aktuell ist. Jede Stelle zeigt ihren Ausschnitt. Dieser Guide zeigt, wie du das Gesamtbild aufbaust und aktuell hältst.
Warum eine Gesamtansicht wichtig ist
Eine gemeinsame Ansicht beantwortet Fragen, die keine einzelne App beantworten kann:
- Wie viel ist alles zusammen wert? Der Broker zeigt sein Depot, die Börse ihre Guthaben. Keiner zeigt die Summe.
- Wie viel steckt in Krypto, wie viel in Aktien? Die Aufteilung ist nur aussagekräftig, wenn alle Konten mitgezählt werden.
- Wie hat sich mein Portfolio wirklich entwickelt? Eine Rendite aus einer App ignoriert die anderen, und ein Kontostand, der wegen einer Einzahlung steigt, ist kein Gewinn.
- Wo bin ich konzentriert? Wenn du dasselbe Asset an drei Orten hältst, zeigt nur eine kombinierte Ansicht sein echtes Gewicht.
Die Anlegerseite der US-Börsenaufsicht SEC beschreibt Asset Allocation und Diversifikation als Entscheidungen über das gesamte Portfolio. Die lassen sich schlecht treffen, wenn das Portfolio über mehrere Apps verteilt ist.
Schritt 1: Alle Konten mit Anlagen auflisten
Mach eine Bestandsaufnahme, bevor du irgendeine App öffnest. Notiere:
- Depots: Wertpapierdepots bei Broker oder Bank, ETF-Sparpläne, Mitarbeiteraktien.
- Kryptobörsen: jede Börse, auf der noch ein Guthaben liegt, auch die, in die du dich kaum noch einloggst.
- Selbstverwahrte Wallets: Hardware- und Software-Wallets, mit den Netzwerken, die du nutzt (Ethereum, Base, Solana, Bitcoin usw.).
- Alles andere, das in die Summe soll: Cash für Investments, Positionen, die du von Hand führst.
Notiere zu jedem Konto, wie es sich auslesen lässt: Gibt es eine Verbindung mit Lesezugriff, einen CSV-Export, oder trägst du es von Hand ein? Diese Liste ist deine Checkliste für die nächsten Schritte.
Schritt 2: Für jedes Konto den Weg wählen
Es gibt vier gängige Wege, ein Konto in einen Tracker zu bringen. Jeder wägt Aufwand gegen Aktualität ab.
| Methode | Gut für | Bleibt aktuell? | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Öffentliche Wallet-Adresse | Selbstverwahrte Krypto-Wallets | Ja, regelmäßige Synchronisierung | Nur die öffentliche Adresse ist nötig, nie ein Schlüssel |
| API-Schlüssel mit Lesezugriff | Kryptobörsen | Ja, regelmäßige Synchronisierung | Der Schlüssel darf nicht handeln oder abheben |
| Broker-Verbindung (OAuth, Plaid) | Aktien- und ETF-Konten | Ja, regelmäßige Synchronisierung | Du meldest dich auf den Seiten des Brokers oder von Plaid an |
| CSV-Import | Jede Plattform mit Export | Bis zum nächsten Import | Datum, Symbole und Stückzahlen werden richtig erkannt |
| Manuelle Eingabe | Alles andere | Nur wenn du sie aktualisierst | Stückzahl und Einstandswert stimmen |
In Sonar verbindest du Wallets per öffentlicher Adresse auf über 50 Netzwerken, darunter Ethereum und weitere EVM-Chains, Solana, Bitcoin, XRP Ledger und Cardano. Mit Starter, Standard und Premium verbindest du Depots und Kryptobörsen über Plaid, nur lesend, ohne je einen Börsen-API-Schlüssel einzufügen; welche Institute verfügbar sind, hängt von Plaids Abdeckung in deinem Land ab. Alles andere kommt per CSV-Import oder von Hand, und jede Spalte eines Exports lässt sich manuell zuordnen.
Wenn du unsicher bist, ob eine Verbindung sicher ist, lies zuerst Ist es sicher, Depot oder Börse mit einer App zu verbinden?
Schritt 3: Den Verlauf mitnehmen, nicht nur die Bestände
Ein Tracker, der nur die heutigen Bestände kennt, zeigt den heutigen Wert, aber nicht, wie du dahin gekommen bist. Für die Performance über die Zeit braucht er deine Transaktionen: Käufe, Verkäufe, Einzahlungen, Auszahlungen, Überträge, Dividenden und Gebühren.
- Verbundene Konten bringen meist Trades und Überträge mit.
- CSV-Exporte von Börsen und Brokern enthalten oft den vollständigen Verlauf. Siehe Transaktionen als CSV exportieren.
- Manuelle Positionen können einen Einstandswert tragen, auch ohne jeden einzelnen Kauf.
Mit Transaktionen rekonstruiert Sonar den Wert deines Portfolios aus täglichen Schlusskursen. Der Chart beginnt also, als du angefangen hast, nicht erst mit deiner Anmeldung.
Schritt 4: Jede Position dem richtigen Asset zuordnen
Ticker sind nicht eindeutig. Dasselbe Kürzel kann an einer Börse eine Aktie bedeuten, anderswo eine andere und auf mehreren Blockchains einen Token. Ein guter Tracker verknüpft jede Position über Contract-Adresse oder Listing mit einem Asset, statt vom Kürzel aus zu raten.
Sonar macht das bei jeder eingehenden Position so. Was es nicht zuordnen kann, wird behalten und als nicht erkannt markiert, statt verworfen oder als etwas anderes bewertet zu werden. Schau nach einem Import nach markierten Positionen und prüfe sie, bevor du den Summen vertraust.
Schritt 5: Summen mit den Auszügen abgleichen
Bevor du dich auf die Zahlen verlässt, gleiche einmal ab:
- Vergleiche den Wert jedes Kontos im Tracker mit dem Wert bei Börse oder Broker, ungefähr zur selben Zeit.
- Wenn eine Summe nicht passt, such nach einem fehlenden Konto, einer nicht erkannten Position oder einer falsch importierten Stückzahl.
- Entscheide, wie du Cash zählst: Manche zählen das Guthaben auf dem Verrechnungskonto mit, andere nicht.
Kleine Abweichungen sind normal, weil sich Kurse minütlich bewegen und Quellen unterschiedlich schnell aktualisieren. Große Abweichungen bedeuten fast immer, dass etwas fehlt.
Schritt 6: Das Gesamtbild lesen
Wenn alles drin ist, sind diese Ansichten nützlich:
- Vermögen im Zeitverlauf, mit der Veränderung über Tag, Woche, Monat, Jahr oder seit Beginn. Siehe Nettovermögen berechnen.
- Performance, die Einzahlungen von Gewinnen trennt. Sonar zeigt eine zeitgewichtete Rendite, den Marktgewinn in Euro (oder deiner Währung) und den Nettobetrag, den du eingezahlt hast. Siehe Rendite deines Portfolios berechnen.
- Aufteilung nach Asset und nach Konto, damit du Klumpen über Plattformen hinweg siehst. Siehe Asset Allocation über Krypto und Aktien tracken.
- Nicht realisierte Gewinne und Verluste, die einen Einstandswert pro Position brauchen. Siehe Was ist der Einstandskurs?
Du kannst diese Ansichten an einem Beispielportfolio in der Demo ausprobieren, ganz ohne Konto.


Rechenbeispiel: drei Konten, eine Summe
Ein frei erfundenes Beispiel, keine echten Daten.
| Konto | Bestände | Wert |
|---|---|---|
| Depot beim Broker | MSCI-World-ETF, zwei Aktien, Cash | 17.200 € |
| Kryptobörse | BTC, ETH | 6.400 € |
| Hardware-Wallet | ETH, ein Token auf Base | 2.900 € |
| Gesamt | 26.500 € |
Für sich genommen stellt die Krypto-App Krypto als „dein Portfolio“ dar. Zusammengerechnet sind es 9.300 € von 26.500 €, also rund 35 %. ETH taucht in zwei Konten auf; zusammen kann es eine größere Position sein als jede einzelne Aktie. Keine der Apps zeigt das allein.
Häufige Fehler
- Vergessene Konten. Ein altes Börsenguthaben oder ein Mitarbeiteraktienplan verändert Summe und Aufteilung.
- Dasselbe Geld doppelt zählen. Ein Übertrag von der Börse auf die Wallet ist eine Verschiebung, kein Verkauf mit anschließendem Kauf. Prüfe, ob beide Seiten erfasst sind.
- Einzahlungen für Gewinne halten. Steigt der Stand von 10.000 € auf 12.000 €, weil du 2.000 € eingezahlt hast, ist deine Rendite null.
- Tickern blind vertrauen. Prüfe, ob Token mit gängigen Kürzeln dem richtigen Contract zugeordnet sind.
- Mehr Zugriff geben als nötig. Kein Tracker braucht eine Seed-Phrase, einen privaten Schlüssel oder einen Schlüssel, der handeln kann.
FAQ
Kann eine App Krypto und Aktien zusammen tracken?
Ja, viele können das. Der Unterschied liegt darin, wie Konten verbunden werden (Adressen, API-Schlüssel, Broker-Verbindungen, CSV) und ob der Verlauf dabei ist. Sonar deckt Aktien, ETFs, Fonds, Coins und Token in einem Portfolio ab, bewertet in der Währung deiner Wahl, auch in Euro.
Muss ich Konten verbinden, oder kann ich alles von Hand eintragen?
Beides geht. Manuelle Eingabe und CSV-Import sind in jedem Tarif enthalten, auch in Free. Verbindungen sparen Zeit, weil Bestände und Trades sich selbst aktualisieren: täglich in Free, alle 6 Stunden in Starter, Standard und Premium. Die Limits für verbundene Konten stehen auf der Preisseite.
Reicht eine Excel-Tabelle?
Eine Tabelle funktioniert, wenn du sie konsequent pflegst. Schwierig wird es beim Verlauf: frühere Werte rekonstruieren, Einzahlungen von Gewinnen trennen und Kurse aktuell halten ist Arbeit, die ein Tracker automatisch erledigt.
Kann der Tracker mein Geld bewegen?
Das sollte er nicht können. Wallets werden per öffentlicher Adresse verbunden, die nur gelesen werden kann. Börsenschlüssel sollten nur Lesezugriff haben. Broker-Verbindungen sollten auf Anlagedaten beschränkt sein. Sonar ist grundsätzlich nur lesend; was das umfasst, steht auf der Seite Sicherheit.
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